Akademik Cherskiy (Akademik Tscherski) für Nord Stream 2

 

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ergänzt.

Inzwischen wird der Beitrag von mir regelmäßig aktualisiert.

Karl-Heinz Hochhaus

 

Position am 6.5.2021

 

 

G7 Beratungen in London

 

Am Rande der G7 Beratungen in London ist Maas am Dienstag den 4.5.2021 mit US-Außenminister Anthony Blinken zu einem Einzelgespräch zusammengekommen."Wir haben auch über Nord Stream 2 gesprochen und haben da die uns wechselseitig bekannten Positionen noch einmal ausgetauscht", sagte Maas nach dem rund 40-minütigen Gespräch. "Es gibt keine Neuigkeiten."

 

 

 

Nabu hat Klage gegen den Weiterbau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 eingereicht.

 

Anfang April hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Widersprüche der Umweltschützer gegen eine Mitte Januar erteilte Baugenehmigung zurückgewiesen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat daher jetzt Klage beim Hamburger Verwaltungsgericht  gegen den Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands eingereicht.  «Deshalb bleibt nun nur der Klageweg, um den Schaden an der Ostsee zu begrenzen», teilte der Nabu am Montag den 3. Mai 2021 mit.

 Akademik Chersky, Start der Pipeline-Verlegung am 27/28. April 2021

 

MOSKAU, 27. April (Reuters)

 

Das russische Schiff Akademik Cherskiy hat mit der Verlegung von Rohren für die Gaspipeline Nord Stream 2 begonnen, wie das Konsortium am Dienstag den 27.04.2021mitteilte.

 

NDR Stand: 27.04.2021 14:30 Uhr

Nord Stream 2 verlegt nun mit zwei Schiffen

 

Nord Stream 2 steigert das Tempo beim Bau der Ostseepipeline. Seit dem 27. April  ist vor Dänemark ein weiteres Verlegeschiff im Einsatz.

 

Nach einigen Tests hat der mit dynamischer Positionierung ausgestattete russische Rohrverleger "Akademik Tscherskiy" nun damit begonnen, die Pipeline in der ausschließlichen Wirtschaftszone Dänemarks zu verlegen, das teilte die Nord Stream 2 AG am Dienstagvormittag mit.

 

Das andere Verlegeschiff - die mit Ankerzehschlepper arbeitende "Fortuna" - befindet sich derweil etwa auf halber Strecke zwischen Rügen und der Tscherskiy. Zusammen sollen die beiden Schiffe die verbleibenden 120 Kilometer Doppelrohrstrang verlegen

 

- davon etwas mehr als 90 Kilometer in dänischen Gewässern

und knapp 30 Kilometer im deutschen Abschnitt.

 

Für diesen ist allerdings aufgrund einer Klage der Deutschen Umwelthilfe die Baugenehmigung in einem Vogelschutzgebiet bis Ende Mai ausgesetzt. Ab Juni gilt dann eine reguläre Erlaubnis, die bereits zu Projektbeginn vor gut drei Jahren erteilt worden war.

 

Sanktionen erwartet

Der Doppelstrang soll bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich von Russland nach Deutschland befördern. Die USA wollen die Fertigstellung verhindern und verhängten im Januar zum ersten Mal Sanktionen gegen ein am Bau beteiligtes Unternehmen. Betroffen ist das russische Unternehmen KVT-RUS, das die "Fortuna" betreibt. Experten rechnen damit, dass die "Akademik Tscherski" ebenfalls sanktioniert wird.

 

Am 11. 4.2021 liegt die Akademik Chersky vor Bornholm und trifft letzte Vorbereitungen.

 

Sanktionsdrohungen der USA

Die Sanktionsdrohungen der USA gegen die deutsch-russische Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zeigen Wirkung. Nach deutlichem Druck der US-Regierung haben inzwischen mindestens 18 europäische Unternehmen ihre Teilnahme an dem Projekt beendet oder ihren Rückzug zugesichert.

 

Das berichtet das US-Außenministeriums an den Kongress. Unter den Firmen ist den Angaben zufolge auch der Industriedienstleister Bilfinger aus Mannheim und der zur Münchener Rück gehörende Versicherer Munich Re Syndicate Limited.

 

Bislang haben die USA wegen Nord Stream 2 lediglich Sanktionen gegen das russische Unternehmen KVT-RUS verhängt, das das Verlegeschiff Fortuna betreibt – diese Strafmaßnahmen hatte die Regierung des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit im Januar noch verkündet. Das Unternehmen und das Schiff werden auch in dem neuen Bericht ausdrücklich erwähnt. Weitere Unternehmen werden darin aber entgegen der Erwartungen nicht mit Strafmaßnahmen belegt oder bedroht.

 

Quelle: https://www.nordkurier.de/nachrichten/ticker/18-firmen-ziehen-sich-aus-nord-stream-2-zurueck-2242526102.html

 

Die Fortuna ist dagegen mit der Verlegung des zweiten Stranges beschäftigt, zieht sich an den Ankern langsam vorwärts und verlegt in 24 Stunden etwa 0,6 nautische Meilem (nm). Sie wird dabei von den Ankerziehschleppern Umka, Venie und Errie unterstützt.

 

Die aktuellen Daten von Vesserlfinder zeigen, dass das Pipeline-Verlegeschiff Akademik Cherskiy in dem Seegebiet eingetroffen ist, um den Rohrleger Fortuna zu unterstützen

 

"Das russische Rohrverlegungsschiff Akademik Cherskiy soll Ende März die Arbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in dänischen Gewässern aufnehmen und bis Ende September im Einsatz bleiben, teilte die dänische Energieagentur (DEA) mit.

 

Zuvor hatte die DEA mitgeteilt, dass die Akademik Cherskiy die Verlegung eines der zwei Stränge der Gaspipeline im März aufnehmen wird. Das Verlegeschiff Fortuna ist derzeit am Bau des zweiten Stranges beteiligt. Die Bauarbeiten an der 1200 Kilometer langen Pipeline durch die Ostsee waren im Dezember in deutschen Gewässern wieder aufgenommen worden, nachdem sie wegen US-Sanktionen fast ein Jahr lang unterbrochen waren.

 
 

  Das Pipeline-Verlegeschiff  Akademik Cherskiy bei der Übernahme von Rohren

 

Februar/März 2021

 

Das Pipeline-Verlegeschiff die Akademik Cherskiy wird in Kürze die Arbeiten an Nord Stream 2 aufnehmen. Das Schiff habe den Hafen von Wismar verlassen und fahre in Richtung Kaliningrad, teilte die Nord Stream 2 AG mit. Seit Ende Januar  2021 lag das Schiff für Umrüstarbeiten in Wismar vor Anker. Bei Kaliningrad soll es nun verschiedene Tests durchlaufen, bevor es in der dänischen Ausschließlichen Wirtschaftszone die Pipelineverlegung aufnimmt. Eine entsprechende Meldung habe die Projektgesellschaft der dänischen Schifffahrtsbehörde DMA übermittelt, heißt es weiter.

 

31. März 2021

Inzwischen ist die Akademik Cherskiy auf dem Weg zurück von Kaliningrad, hier und vorher in Wismar wurde die technische Ausrüstung  ergänzt und modernisiert, die Akademik Cherskiy wird bei der Pipeline  bzw. Fortuna in wenigen Stunden eintreffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zum Kurzfilm über die Situation am 26.1.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=6Yo2asRUVlw

Ansicht des Rohres mit Betonummantelung. Die vorstehenden Bilder 1-8 zeigen die einzelnen Bearbeitungsschritte vor der Verlegung (Quelle https://www.nord-stream2.com/media/documents/pdf/de/2019/01/leaflet-construction-pipeline-de-201901.pdf)

Aktuelle Infos  (Quelle Vesselfinder)

 

Die Akademik Cherskiy auf de Weg von Nachodka in die Ostsee

 

Die Akademik Cherskiy hat Anfang Februar 2020 seinen langfristigen Ankerort, den Hafen von Nachodka im Fernen Osten, verlassen und Kurs auf Singapur genommen, wo es am 22. Februar hätte ankommen sollen. Allerdings passierte das Schiff den Hafen von Singapur und fuhr weiter in Richtung der Hauptstadt von Sri Lanka - Colombo. Nun wurde deutlich, dass die Akademik Cherskiy auch nicht in Colombo anlegte. Das Schiff wird stattdessen am 25. März im ägyptischen Suez erwartet.

 

Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20200305326553481-neuer-kurs-der-akademik-cherskiy/

 

 

Kurs der Akademik Cherskiy am 6. März 2020 (Quelle Vesselfinder)

 

Nun wurde deutlich, dass die Akademik Cherskiy auch nicht in Colombo anlegte. Das Schiff wird stattdessen am 25. März im ägyptischen Suez erwartet.

 

Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20200305326553481-neuer-kurs-der-akademik-cherskiy/

 

 Geschwindigkeit 9,4 kn am 23. 3. 2020 auf der Höhe von Madegaskar (Quelle Vesselfinder)

(Quelle: https://www.vesselfinder.com/de/vessels/AKADEMIK-CHERSKIY-IMO-8770261-MMSI-273399760)

Die Akademik Cherskiy, gelegentlich auch Akademik Tscherski, ist ein Rohrleger, der 2015 unter der Baunummer H028 gebaut und abgeliefert wurde.

Der Rohrlrger am 8.4.2020 mit 9,4 kn auf der Höhe von Angola. Will am 18. April Las Palmas erreichen. (Quelle Vesselfinder)

Der Rohrlrger am 22.4.2020 mit 7,6 kn auf der Höhe von Portugal. Letzter Hafen am 18. April Las Palmas . (Quelle Vesselfinder)

 

Der Rohrleger am 28.4.2020 mit 9,3 kn in der Nordsee.  (Quelle Vesselfinder)

Der Rohrleger am 2.5.2020 mit 9 kn in der Ostsee und befindet sich auf der Höhe von Danzig.  (Quelle Vesselfinder)

                                                           Akademik Chersky (Quelle: Gasprom Flotte)

                                                                Beschreibung Akademik Cherskiy

Der Rohrleger Akademik Cherskiy wurde 2015 bei der Hantong Ship Machinery Equipment (Tongzhou) Co., Ltd, China als Jascon 18 am 21. 10.2015 in Dienst gestellt und 2016 an Gazprom nach Russland verkauft. Sie ist 150 m lang, 38,5 m breit und bei 11.000 tdw Tragfähigkeit mit 29.513 BRZ vermessen. Heimathafen ist Kaliningrad, Rufzeichen ist UDQB und das Schiff hat Einrichtungen für 385 Personen. Ein Hubschrauberlandedeck ermöglicht einen flexible Personaltransfer und 3 Krane (1x1800 t, 2x40 t) sorgen für die Anbordnahme unterschiedlich schwerer Güter und Equipment.

 

Die dieselelektrische Antriebsanlage bestehend aus 8 Dieselgeneratoren (8 x 3950 Nennleistung) mit insgesamt 27.200 kW Nennleistung, 2 Propellergondeln mit jeweils 3000 kW Nennleistung und Bug- und Heckstrahlern ermöglicht eine dynamische Positionierung (DP3) und bei 6,8 m Tiefgang eine Nenngeschwindigkeit von 15 kn.

 

Sie ist beim russischen Register Maritime Register of Shipping unter der Nr. RS 071282 eingetragen und hat die IMO Nr. 8770261.

 

Die Akademik Cherskiy lag Ende Dezember 2019 im Hafen von Nachodka und soll die Gaspipeline Nord Stream 2 nach dem Baustopp fertigstellen, nachdem die Verlegeschiffe der Firma Allseas abbgezogen wurden. Daher ist sie auf dem Weg in die Ostsee (siehe Karten oben).

 

                    Rohrleger Fotuna (Quelle Maritime Construction Services (MRTS)

 

 

Rohrleger Fortuna

 

Als Ersatz können zwei russische Schiffe von Gasprom bzw. verbundenen Firmen eingesetzt werden. Die Akademik Cherskiy mit eigenem Antrieb und die Fortuna ohne eigenen Antrieb. DIe Fortuna zieht sich mit starken Winden an Ankern vorwärts, die von mehreren Ankerziehschlepper jeweils neu verlegt werden. Diese russischen Schiffe sind jedoch deutlich langsamer als die bisher eingesetzten. Die Akademik Cherskiy schafft etwa ein Kilometer pro Tag im Vergleich zu rund 6 km/Tag der Pioneering Spirit von Allseas.

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zum Kurzfilm über die

Fortuna in Wisar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=XU7uMQY7w4s

                              Ankerziehschlepper mit Anker an Deck (Wikipedia Ciacho 5)

 

Dem Rohrleger Fortuna fehlt das dynamische Positionierings System (DPS) bestehend aus der elektronischen Anlage zum Empfang der Satellitensignale, der entsprechenden Regeleinrichtung sowie den notwendigen Bug- und Heckstrahlern. Letztere setzen die Steuersignale des DPS-Sytems in den notwendigen Schub um, damit das Verlegeschiff trotz Wind und Strömung an der jeweils richtigen Stelle bleibt.

 

Die Fortuna bewegt sich mit Hilfe von Ankern und zieht sich mit dem Einsatz von von bordseitigen  Ankerwinden in die gewünschte Richtung. Ist die jeweilige Ankerkette dann zu kurz, wird der Anker von sogenannten Ankerziehschleppern aufgenommen (gezogen) und mit der auslaufenden Kette in dieser Richtung weiter voraus wieder abgesenkt.

 

Daher gehören zu diesem Rohrleger mehrere Ankerziehschlepper, um die 12 Anker dem Rohrlegefortschritt entsprechend aufzunehmen und wieder abzusenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohrleger Soitaire

(Quelle Wikipedia)

Baustopp bei der Gaspipeline Nord Stream 2

Im Rahmen der Verlegung der 1225 km langen umstrittenen aus 2 parallelen Rohren bestehenden Gaspipeline Nord Stream 2 gab es seitens der USA Androhungen von Sanktionen gegenüber Nord Stream 2 AG und den beteiligten Firmen. Als US-Präsident Donald Trump die Sanktionen Mitte Dezember 2019 per Unterschrift in Gang setzte, erfolgte ein Baustopp.

Verlauf der Pipelines Nordstream von Rußland nach Deutschland (Quelle Nordstream 2)

 

                        

Die für die Verlegung der Pipeline verantwortliche Schweizer Firma Allseas hat ihre Verlegungsschiffe nach dem Baustopp abgezogen. Die Pioneering Spirit traf am 26. Dezember 2019 im norwegischen Kristiansand ein und die Solitaire ankert seit dem 25. Dezember 2019 auf der Reede des dänischen Hafens Nyborg. Die fehlenden rund 160 km sollen jetzt von Akademik Cherskiy fertiggestellt werden.

 

Universal-Arbeitsschiff Pioneering Spirit (Quelle Wikipedia)

Als Antwort plant Polen die Baltic Pipe it Gas aus Norwegen

 

Hintergrund

 

PJSC Gazprom (Russland), E.ON (heute Uniper) und Wintershall (beide Deutschland), Royal Dutch Shell, OMV (Österreich) und Engie (Frankreich; vormals GDF SUEZ S.A.) unterzeichneten im September 2015 einen Aktionärsvertrag und gründeten die Projektgesellschaft New European Pipeline AG (PNEP) mit Sitz in Zug (Schweiz). Gazprom war an PNEP zunächst mit 50 % des ursprünglich auf 8 Mrd. Euro bezifferten Investitionsvolumens beteiligt, BASF/Wintershall, Engie, Uniper, OMV und Royal Dutch Shell beteiligen sich nach wie vor mit je 10 %.

 

Die polnische Wettbewerbsbehörde hatte in einem Kartellverfahren Einspruch gegen den Zusammenschluss mehrerer europäischer Unternehmen zu einem Joint Venture mit Gazprom eingelegt. Der Zusammenschluss würde zu einer Einschränkung des Wettbewerbs führen und die Verhandlungsposition von Gazprom weiter stärken, so die Begründung

 

Vorsitzender des Verwaltungsrats der Projektgesellschaft ist Gerhard Schröder. Wie auch schon bei der ersten Pipeline wirkte Schröder als Wirtschaftslobbyist und organisierte wiederholt Treffen zwischen dem Geschäftsleiter von Nord Stream Matthias Warnig und Schröders SPD-Kollegen und Außenminister Sigmar Gabriel sowie zwischen Gazprom-Chef Alexej Miller und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD).

 

Im April 2017 wurde bekannt, dass Gazprom bis auf weiteres alleiniger Eigentümer der Nord Stream 2 AG bleibt, die zuvor daraus als Partner ausgeschiedenen fünf europäische Energieversorger aber je 10 % der Baukosten von 9½ Mrd. Euro für die Pipeline, also jeweils bis zu 950 Mio. Euro finanzieren wollten.

 

Für Gazprom entstehen zusätzliche Kosten in Form neuer Zuleitungen innerhalb Russlands, die die Kosten für Nord Stream 2 überstiegen. Ein Analytiker der Sberbank schrieb in einem Bericht Anfang 2018, die zu erwartenden Investitionen würden erst nach zwanzig Jahren amortisiert. Aufgrund der harschen Reaktion von Gazprom wurde der Autor des Reports fristlos entlassen.

 

Die Gesellschaft Nord Stream 2 AG äußerte Mitte 2017, man rechne damit, Ende 2017 oder Anfang 2018 alle Genehmigungen für Bau und Betrieb erhalten zu haben. Für das umstrittene Streckenstück (wegen Laichgründe der Dorsche)  in der dänischen Ausschließlichen Wirtschaftszone um die Insel Bornholm reichte die Nord Stream 2 AG am 10. August 2018 einen Alternativantrag für eine Nord-West-Route um die Insel Bornholm in Dänemark ein.

 

Die dänische Energieagentur DEA (Energistyrelsen) hat am 30. Oktober 2019 die Genehmigung für den Bau der zwei Nord-Stream-2-Pipeline-Stränge im Bereich der dänischen AWZ nun über eine Route weit östlich von Bornholm erteilt. Damit hat das Projekt alle erforderlichen Genehmigungen.

 

An der Landstation in Lubmin kommt das Erdgas an (180 bar), wird gemessen, erwärmt, gereinigt und weitergeleitet.

 

 

 Landstation in Lubmin

Die Erdgasübernahmestation in Lubmin bei Greifswald ist die Schnittstelle zwischen der Offshore-Pipeline Nord Stream und den beiden Anschlussleitungen NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) und OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung), die das russische Erdgas weiter zu den europäischen Transportkunden transportieren.

 

Der Bereich teilt sich in einen Anlagenbereich mit 180 bar (maximal zulässiger Betriebsdruck) sowie einen „105 bar“-Bereich. Der „180 bar“-Bereich verfügt über Filter, Vorwärmer und Regelarmaturen. Im „105 bar“-Bereich befinden sich vorwiegend Mess- und Regelanlagen.

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Im „180 bar“-Bereich wird das Erdgas zunächst von Flüssigkeitströpfchen und Staubpartikeln gereinigt. Im Anschluss fließt das Erdgas in die Vorwärmung. Dazu wird in Gasheizkesseln im Kesselhaus oder der KWK-Anlage Wasser auf 80 bis 90°C erhitzt. Das heiße Wasser fließt im Vorlauf zu den Rohrbündelwärmetauschern, wo das Erdgas erwärmt wird. Das nun kältere Wasser (ca. 55°C) fließt wieder zurück zu den Gasheizkesseln oder in die KWK Anlage. Dort wird es erneut erwärmt.

 

Der Onshore-Bereich teilt sich in einen Anlagenbereich mit 180 bar (maximal zulässiger Betriebsdruck) sowie einen „105 bar“-Bereich. Der „180 bar“-Bereich verfügt über Filter, Vorwärmer und Regelarmaturen. Im „105 bar“-Bereich befinden sich vorwiegend Mess- und Regelanlagen.

 

Bevor das Erdgas durch NEL und OPAL auf die Weiterreise geht, werden kontinuierlich Menge und Zusammensetzung  gemessen. Der gesamte Prozess wird aus dem Betriebsgebäude und der Dispatching-Zentrale in Kassel überwacht und gesteuert.

 

Die folgenden vier Bilder zeigen einige Details (Quelle Nordstream 2)

 

Weblinks

Daten und Bilder des Rohrlegers, abgerufen am 26. Dezember 2019

Wikipedia

"Rußland will Nord Stream 2 selbst fertigstellen" in FAZ vom 27.12.2019 Seite 20

Bilder, Daten und Infos von der Homepage Nord Stream 2: https://www.nord-stream2.com/de/