Blick auf  die Werft

 

 

 Aktualisiert am 2. Juli 2021

 

Jobabbau auf MV-Werften - Die Ersten müssen gehen

Stand: 02.07.2021 15:55 Uhr

 

Jetzt wird es ernst: Auf den MV-Werften hat der angekündigte Job-Abbau begonnen. Das Unternehmen hat die ersten der insgesamt 650 Mitarbeiter, die in eine Transfergesellschaft wechseln sollen, informiert.

 

Noch am Wochenende lag Feierlaune in der Luft: Auf der MV-Werft in Stralsund taufte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) das Luxus-Expeditionsschiff "Crystal Endeavour". Die Regierungschefin sprach von einem Zeichen des Aufbruchs. Bei vielen Werftarbeitern folgt in dieser Woche aber Katerstimmung. Sie haben eine Art "Kündigung light" bekommen.

 

Stralsund am stärksten betroffen

Jetzt herrscht bedrückende Klarheit. Denn jetzt steht fest, wer zuerst geht. Betroffen ist vor allem der Standort Stralsund: Hier müssen 300 Beschäftigte in eine Transfergesellschaft wechseln, in Rostock sind es 220 und in Wismar etwa 100. Zwei bis drei Wochen haben die Betroffenen jetzt Zeit, sich für den Übergang in die drei Betriebe zur Weiterqualifizierung zu entscheiden. Beginn ist am 1. August. Die Transfergesellschaften bieten Beschäftigung und Bezahlung bis Ende Februar 2022 - also sieben Monate lang. Ausgezahlt werden bis zu 85 Prozent des letzten Netto-Lohns. Für den Rest der Belegschaft, etwa 2.000 Menschen, soll bis Ende des Jahres das Kurzarbeitergeld weiter gezahlt werden.

 

Ohne neue Aufträge weiterer Stellenabbau

Das Vorhaben ist Teil des Sanierungsplans für die angeschlagenen MV-Werften. Die Corona-Krise hat sie wegen der Flaute in ihrem Kerngeschäft - dem Bau von Kreuzfahrtschiffen - schon im Frühjahr 2020 in schweres Fahrwasser gebracht. Der Jobabbau war Voraussetzung für die Hilfen aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes - rund 300 Millionen Euro sind an die MV-Werften geflossen. In dem jetzt im Intranet der MV-Werften veröffentlichten Sozial-Tarifvertrag sind die weiteren Schritte aufgezeigt und die sehen auf den ersten Blick ungünstig aus: Gibt es bis zum Jahresende keine neue Aufträge für die MV-Werften, sollen zum 1. Februar mehr als 1.000 Beschäftigte in die Transfergesellschaften wechseln, in einem Jahr - am 1. Juli - die dann verbliebenen Beschäftigten - jeweils nur für vier Monate.

 

Wadan-Personalentwickler erneut zuständig

Insgesamt sind rund 60 Millionen Euro für die Transfergesellschaften vorgesehen. Ihre Hauptaufgabe ist die Qualifizierung und Weitervermittlung in andere Jobs, nicht unbedingt die Rückkehr an die Werft-Standorte. Federführend in den drei Gesellschaften ist "ein alter Bekannter": Oliver Fieber, Chef der Agentur für Struktur und Personalentwicklung, hat bereits nach der Pleite der Wadan-Werften 2009 versucht, Perspektiven zu geben. Fieber und sein Team sind jetzt wieder gefordert.

 

Endgültiges Aus nach der "Global 1"

Für die Werften sind die nächsten Wochen und Monate entscheidend. "Wir brauchen neue Aufträge, bis auf Lippenbekenntnisse haben wir nichts Handfestes", sagte der Bevollmächtigte der IG-Metall, Stefan Schad, auf Anfrage des NDR. Die Gewerkschaft will ihre Mitglieder heute Nachmittag über den aktuellen Stand der Dinge aufklären. In der kommenden Woche sind dann Informationen des Unternehmens über die weiteren Schritte und Details zu den Transfergesellschaften geplant. Die Hoffnung ist gedämpft: Mit der für den kommenden Sommer geplanten Auslieferung der "Global 1" in Wismar könnte ein Schlusskapitel der MV-Werften eingeläutet werden. In dem Sozial-Tarifvertrag heißt es: "Sollte ein der reduzierten Kapazität der MV-Werften entsprechender beschäftigungswirksamer Anschlussauftrag nicht spätestens bis zum 31.12.2021 zustande kommen, ist seitens der MV-Werften nach derzeitigem Stand im zweiten Schritt die Einstellung ihres operativen Betriebs in Aussicht genommen." Heißt übersetzt: Die Standorte würden im kommenden Jahr nach und nach dichtmachen.

 

Finanzierung und Weiterbau der "Global 2" völlig offen

Kurzfristige Rettung bietet vorerst nur die "Global 2". Mit dem Bau des Kreuzfahrtschiffs ist bereits begonnen worden, wegen der Pandemie sind die Arbeiten allerdings abgebrochen worden. Die Finanzierung für die Endfertigung ist längst nicht gesichert - hierfür sind weitere Staatskredite nötig. Angesichts der bevorstehenden Wahlen in Bund und Land könnten die Werften durchs Raster fallen. Nach dem Urnengang im September stehen in Berlin und Schwerin Regierungsneubildungen an. Die komplizierte Absicherung eines Groß-Auftrags für ein Unternehmen, das vom Mutterkonzern Genting aus Hongkong geführt wird, steht da möglicherweise nicht ganz oben auf der politischen Agenda. "Uns läuft die Zeit davon", so Gewerkschafter Schad.

 

Quelle:von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV AktuellNDR MV Live

 

  Quelle Nordmagazin

Aktualisiert Ende Juni 2021

 

 

 

Viel Prominenz war bei der Taufe des Luxusschiffes "Crystal Endeavor" vertreten. Wie geht es aber mit der Werft weiter?

"Crystal Endeavor" in Stralsund getauft

 

 

Kurzfilm von der Taufe

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Stralsund-Glamouroese-Schiffstaufe-und-Zukunftssorgen,nordmagazin86132.html

 MV-Werften

 

 

 

Nicht nur „Landesmutter“, sondern jetzt auch „Taufpatin“: Für Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsiden-tin Manuela Schwesig (SPD) kommt beides erfolgreich zu- sammen. Am Sonnabend gab die SPD-Politikerin dem jüngsten Neubau der MV Werften den offiziellen Namen: „Crystal Endeavor“.

 

Die Zeremonie fand in Stralsund unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auf dem Helikopterdeck des Schiffes statt. Zum Festakt hatten sich neben Manuela Schwesig auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (beide CDU) sowie Genting Hong Kong Group President Colin Au und die Werften-Geschäftsführer Peter Fetten und Carsten J. Haake eingefunden.

 

Mehrere Tausend Interessierte weltweit begleiteten zudem den Taufakt via Livestream auf Facebook und YouTube. Nach THB-Informationen soll es für die Mitarbeiterschaft und deren Angehörige am Mittwoch dieser Woche auf dem Werftgelände so etwas wie einen kleinen Dankeschön-Tag, unter den besonderen Bedingungen von Corona, geben. So groß die Freude über die gelungene Fertigstellung des Schiffes, aber auch der Stolz auf die eigene Leistung ist: Weiterhin fragen sich nach THB-Recherchen viele Mitarbeiter an diesem Traditionsschiffbaustandort Stralsund, ob und wenn ja, wie es mit dieser Produktionsstätte weitergehen soll, die jetzt noch Lohn und Brot für gut 550 Mit-arbeiter bietet.

 

Gut ein Drittel von ihnen könnten in wenigen Wochen nacheinander in eine Transfergesellschaft über-wechseln. Um die 330 würden dann noch aktiv in Stralsund verbleiben. Die unter Druck geratenen MV Werften mit ihren rund 2900 Mitarbeitern müssen Personal streichen, das ist seit Monaten bekannt. Der Einschnitt in den Personalkörper betrifft nicht nur die drei Werften in Mecklen-burg-Vorpommern. Auch die Lloyd Werft in Bremerhaven eine Tochtergesellschaft der MV Werften, steht zur Disposi-tion. Es geht an der Weser um rund 330 Jobs. Indes gibt es in Stralsund nach THB-Informationen noch so etwas wie den berühmten Strohhalm der Hoffnung: Denn es ist noch hinter vorgehaltener Hand von einem An-schlussprojekt im Rahmen der „Crystal Endeavor“-Klasse die Rede. Die Interessenten dafür stammen aus den USA. Sollte aus den Gerüchten tatsächlich ein neuer Auftrag werden, dann würden die Stralsunder mit ihrer anerkannt hohen und umfassenden Kompetenz auf breiter Front gefordert. Von all dem dürfte am Rande der Taufe in der einen oder anderen Form die Rede gewesen sein. Das rund 350 Millionen Euro teure Schiff ist tatsächlich mehr als „nur“ ein weiteres Kreuzfahrtschiff auf den Weltmeeren.

 

Der rund 164 Meter lange und mit gut 20.200 BRZ vermessene Neubau steht, das wurde in den verschiedenen Redebeiträge bei der Taufe jedenfalls wiederholt betont, für höchste Schiffbauqualität „Made in Germany“. Die Reederei Crystal Cruises, Teil des asiatischen Mischkonzerns Genting Group, ist jedenfalls sehr zufrieden. Jack Anderson, Präsident und CEO von Crystal Cruises, wies darauf hin, dass diese „unvergleichliche und außergewöhnliche Expeditionsyacht“ präzise konstruiert worden sei.

 

Damit werde die Reederei „einen neuen Standard auf dem Weltmarkt setzen“. Taufpatin und Landesche-fin Manuela Schwesig sieht in dem Neubau und in der Taufe „ein Zeichen des Neuaufbruchs für den Schiffbaustandort Deutschland“. Die Werften seien „innovativ und leistungsstark“. Für Landes-wirtschaftsminister Harry Glawe „ist ein Schmuckstück entstanden, welches das Portfolio von MV Werften in besonderer Weise erweitert“. Nach Überzeugung von Werften-CEO Peter Fetten ist mit diesem Projekt erneut der Beweis erbracht worden, „dass wir in Stralsund Schiffe der größten Komplexität und höchsten Standards unter widrigsten Bedingungen bauen können“. Tan Sr Thay, Vor-standsvorsitzender von Genting Hong Kong, sprach von einem „wahren Meilenstein“, der mit diesem Schiff gesetzt werde. Denn der Neubau sei die bislang erste und einzige in Deutschland gebaute Expe-ditionsyacht der Polarklasse PC6. Aufgrund des Einsatzes in klimatisch besonders anspruchsvollen Regionen sei gerade dem Thema Sicherheit höchste Priorität beigemessen worden. Die „Crystal Endeavor“ wird ihre Baustätte Stralsund am 4. Juli verlassen, um Kurs auf die isländische Haupt- und Hafenstadt Reykjavik zu nehmen. Dort wird sie am 14. Juli eintreffen. Es schließt sich dann der normale Reisebetrieb an, für den die Reederei in den zu-rückliegenden Monaten schon intensiv in die Akquise gegan-gen ist.

 

Quelle HTB

 

 

Der Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) des Bundes  billigte am Donnerstag

ein 300 € umfassendes Hilfspaket.

 

Darin enthalten sind

193 Mio. € aus einer verherigen Brückenfinanzierung

47 Mio € kommen dazu für ein Nachrangdarlehen und

60 Mio. € für eine stille Beteiligung.

 

Aus dem im März 2020 geschaffenen WSF (Umfang 600 Mrd. €) wurden bisher 8,6 Mrd. €  genutzt:

5,8 € Lufthansa

rund 1 Mrd. € TUI

460 Mio. € Galeria Karstadt Kaufhof

 

(Quelle FAZ vom 4. Juni 2021)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rettung MV-Werften

 

300 Mio. vom Bund

72 Mio. vom Land und

120 Mio. von Genting

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfilm Werften gerettet?

 

Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

 

In einer Regierungserklärung hatte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am 31. Mai 2021 hinter neue Hilfen für die Werften und die drei Standorte in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund gestellt. Es es sei wichtig, das Know-How der Schiffbauer im Land zu halten und Jobs zu sichern. Der Bund habe seine angekündigten 300 Millionen-Euro-Hilfen aus dem Corona-Rettungsschirm zugesagt, auch wenn der endgültige Beschluss noch ausstehe: Auch deshalb sei es wichtig, dass der Landtag ein Zeichen für den Erhalt der Werften setze. "Von allen Beteiligten sind erhebliche Verzichte aber auch Kompromisse bis an die absolute Schmerzgrenze erforderlich gewesen", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU)

Mit Hilfe der Bürgschaften könnten die Kreuzfahrtschiffe auf den MV Werften nun fertiggestellt und so 2100 der rund 2800 Arbeitsplätze an allen drei Standorten erhalten werden. Der Bund habe zudem signalisiert, auch die Finanzierung eines weiteren großen Kreuzfahrtschiffes zu unterstützen, das zunächst Arbeit bis 2024 bringen könne. "Die maritime Wirtschaft hat in unsrem Land eine gute und lange Tradition, sie hat aber auch eine Zukunft", zeigte sich Schwesig überzeugt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Global One in Wismar

 

Foto: dpa/Jens Büttner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die nicht im Landtag vertretenen Grünen übte die Stralsunder Bundestagsabgeordnete Claudia Müller Kritik an der Strategie von Bund und Land: "Statt jetzt innovative und wettbewerbsfähige Konzepte für den Schiffbau aktiv einzufordern, wird ein wuchtiges Megaschiff nach althergebrachten Konzepten finanziert. Die Zukunft lautet jedoch: ökologisch, klimafreundlich und pandemieresistent", betonte die Grünen-Sprecherin für maritime Wirtschaft.

Für die IG Metall Küste begrüßte Bezirksleiter Daniel Friedrich die Haltung des Landtags. Doch dürfe sich niemand zurücklehnen, wenn die aktuellen Finanzierungsfragen geklärt seien. "Nur mit weiteren Aufträgen und neuen Geschäftsfeldern lassen sich Arbeitsplätze und Standorte langfristig sichern", betonte Friedrich nach der Landtagssitzung, die von Betriebsräten der Werften von der Zuschauertribüne aus verfolgt wurde

 

 

 

 

 

 

 

 

Crystal Erprobung (Quelle ndr )

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert

 am 26. Mai 2021, 18:35 Uhr Quelle: dpa

 

Finanzierung für MV Werften - "Standorte bleiben warm"

 

Schwerin (dpa) - Nach monatelangen Verhandlungen steht ein Finanzierungskonzept für die MV-Werften-Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Der Verbund soll 300 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung zur Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes «Global 1» erhalten. Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Landesfinanzminister Reinhard Meyer (SPD) stellten am Mittwoch in Schwerin das Konzept vor, das mit dem Bund, dem Werfteneigner Genting Hongkong und den Banken ausgehandelt wurde. «Die Standorte bleiben warm», sagte Glawe.

 

Mehr als 2000 Arbeitsplätze auf den Werften seien so gesichert. Rund 650 Mitarbeiter würden zunächst in eine Transfergesellschaft überführt. Doch beim Bau weiterer Schiffe wie der «Global 2» oder «Endeavor 2» bestehe die Hoffnung, dass es weitergehe, sagte Glawe. Auch die Zulieferer hätten nun die nötige Sicherheit für kommende Aufträge. Die endgültige Entscheidung des Bundes stehe aber noch aus, sagte Meyer. Diese soll noch im Laufe dieser Woche erfolgen. Um eine Insolvenz der MV Werften abzuwenden, waren bereits im Dezember vom Bund verbürgte Kredite von 193 Millionen Euro bewilligt worden.

 

Bund und Land hätten gemeinsam etwas für den Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern getan, sagte Meyer. Als Sicherheiten biete Genting die Schiffe «Global 1», «Endeavor» und «World Dream». Nach Ablieferung der «Global 1» werde etwa über Grundstücke als Sicherungsleistung gesprochen, hieß es. Die Gewinne beim Verkauf der Schiffe in Höhe von rund 560 Millionen Euro blieben in Deutschland und könnten reinvestiert werden.

 

Meyer zufolge gibt das Land einen weiteren Kredit von 72 Millionen Euro zur Finanzierung von Genting dazu. Wenn die «Global 1» abgeliefert sei, stünden dafür Grundstücke als Sicherheit. Es sei denn, Genting löse den Kredit vorher ab, weil eigenes Kapital eingeworben worden sei. «Wir halten das für ein überschaubares Risiko. Wir machen das im Interesse der Industriepolitik, des Schiffbaus und vor allem der Beschäftigten», betonte Meyer.

 

Nach den Worten Glawes hat sich der Genting-Konzern als fairer Partner bei den Verhandlungen präsentiert. «Genting will diese drei Standorte behalten.» Der Konzern habe zuvor auf dem amerikanischen Markt Zins- und Tilgungsvergünstigungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro erreicht. Auf dieser Grundlage sei darüber diskutiert worden, wie die Werften wieder flott gemacht werden.

 

Aktualisiert

Werft Stralsund

 

 

Stand: 15.04.2021 14:45 Uhr Quelle NDR

Im Juli soll es losgehen: Die Luxusyacht "Crystal Endeavor", die in der Stralsunder Werft gebaut wird, soll auf Jungfernfahrt rund um Island gehen.

 

Die Jungfernfahrt der in Stralsund gebauten Expeditionsjacht "Crystal Endeavor" war einen Tag nach Freischaltung der Buchungsportale bereits zur Hälfte ausgebucht. Das teilte der Veranstalter Crystal Cruises mit. Präsident Anderson: "In der Geschichte der Reederei ist dies Rekord und ein Beweis für die hohe Nachfrage von Luxus-Kreuzfahrten." Das auf den MV-Werften gebaute Schiff soll am 17. Juli zu seiner ersten Kreuzfahrt auslaufen. Die Reise beginnt in Reykjavìk und führt in zehn Tagen rund um Island. Das günstigste Ticket kostet 14.000 Euro. Crystal Cruises gehört wie die MV-Werften zum asiatischen Genting-Konzern. Die "Crystal Endeavor" wird derzeit in Stralsund ausgerüstet und erprobt.

 

24.03.2021 und 1.4.2021 Ostseezeitung

 Noch liegt die Global 1 unfertig am Wismarer Standort der krisengeschüttelten MV Werften. Mit der Freigabe von weiteren 35 Millionen Euro aus Gentings verpfändetem Sicherheitskonto ist jetzt der Weg für den Weiterbau frei. Und auch erste Ergebnisse aus dem Gutachten lassen hoffen.

 

 Mit dem Bau der Global 1 – 342 m lang, 46,40 m breit, 74 m hoch – stößt die Werft an ihre Grenzen. Die 72 Meter hohe Schiffbauhalle und das 340 Meter lange Baudock werden maximal ausgereizt. Für die Aufbauten, die nicht mehr in die Halle passen, wird später der neue Kran an der Kaikante benötigt. Die „Global Dream“ wird 65 Meter aus dem Wasser ragen.

 

Das fehlende Gutachten zur Zukunftsfähigkeit des Mutterkonzerns Genting Hongkong werde aller Voraussicht nach positiv ausgehen, dann könnten die Werften weitere 300 bis 400 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes erhalten. Eine Insolvenz der MV Werften sei zunächst nicht zu befürchten.

 

Gut gelaunt präsentierte sich Glawe am Mittwoch in Schwerin, berichtete von Gesprächen mit Colin Au, dem Kreuzfahrt-Boss bei Genting. Botschaft: Es gehe bergauf mit der Kreuzschifffahrt in Asien. Genting verdiene wieder Geld. Für August lägen bereits 86 Prozent Buchungen vor. Fließt Geld des Bundes über den WSF, sichere sogar Genting die Abnahme eines zweiten Mega-Schiffes der Global Class zu, so Glawe. Das würde Jobs auf allen drei Werften über längere Zeit sichern.

 

Kurzfilme zu den Werften

 

Aktuell

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Schiffbau-in-der-Dauerkrise-Zukunft-der-MV-Werften-ungewiss,coronavirus5098.html

 

Kabinen Fertigmodule in Wismar

 https://www.youtube.com/watch?v=Hrt33FsggkY

 

Werft Stralsund Rollout

https://www.youtube.com/watch?v=nNC4BzRi29

 

1000 Arbeitsplätze abbauen

https://www.youtube.com/watch?v=gTpExrrYL8A

 

 MV Werften

Karl-Heinz Hochhaus

Dieser Beitrag entstand am 21.2.2020, als ich den MV Werften Beitrag in Wikipedia gründlich überarbeitet hatte und mehrere Bilder eingefügt habe. Es fehlten in Commons jedoch einige Bilder, daher habe ich den Wiki-Beitrag teilweise nach jimdo übertragen und zusätzliche Bilder aus dem Presse-Fundus von MV Werften eingefügt.

 

 1. Einführung

 

Die MV Werften wurden 2016 in Wismar von Genting Hong Kong gegründet, um in Deutschland Kreuzfahrtschiffe zu bauen. Hintergrund war die hohe Nachfrage, die bei den beiden bisher am internationalen Markt operierenden europäischen Werftgruppen Fincantieri und den Meyer Werften zu langen Lieferzeiten führten.

 

 

 

 

 

Luftbild der Werft in Wismar (Wikipedia, Sebastian Krauleidis; Fotograf)

 

2. Genting übernimmt 2015 die Lloyd Werft

 

Genting Hong Kong betreibt mit Star Cruises, Crystal Cruises sowie Dream Cruises als asiatisches Tourismusunternehmen drei Kreuzfahrtreedereien und baute um 2016 die Flotten intensiv aus. Es besitzt außerdem Beteiligungen an der Holding Norwegian Cruise Line NCL, (1966 vom Norweger Knut Klosters als Norwegian Caribbean Lines (NCL) gegründet), in Höhe von 13,3 Prozent. Aufgrund der langen Wartezeiten auf neue Schiffe beschloss Genting Hong Kong, selbst in das Schiffbaugeschäft einzusteigen und erwarb für 17,5 Mio. Euro die Mehrheit der Bremerhavener Lloyd Werft. Früher eine Tochter der Werftgruppe Bremer Vulkan. Als der Bremer Vulkan 1996 Konkurs anmeldete, befand sich die Costa Victoria mit 75.000 BRZ und Platz für 2465 Passagieren beim Vulkan im  in Bau. Sie wurde bei der Lloyd Werft fertiggestellt und Mitte 1996 an Costa Lines abgeliefert.  

 

Die Norwegian Sky entstand bei der Lloyd Werft aus der sogenannten Costa Rosta (Wikipedia Denis Santana)

 

Die Lloyd Werft war der Genting Gruppe gut bekannt, da sie für die Norwegian Cruise Line bereits 1999 aus dem beim Bremer Vulkan rostenden Kasko der Costa Line, ein geplantes Schwesterschifff der Costa Victoria für Costa Lines, für rund 500 Mio. DM die Norwegian Sky fertig gestellt  hatte.  Von der Norwegian Cruise Line erhielt die Lloyd Werft 1999 den Neubauauftrag für die Norwegian Sun für rund 650 Millionen DM, die 2001 abgeliefert wurde. Der Rumpf wurde für 45 Mio. DM von Aker MTW in Wismar gebaut. Andere Werften lieferten Sektionen zu, die bei Aker MTW zum Rohbau vereinigt wurden.

 

 

Der erfolgreiche Umbau der France in die Norway erfolgte bei der Lloyd Werft (Wikipedia Didier Duforest)

 

Bereits 1979/80 wurde von der Lloyd Werft für Klosters die France in knapp einem Jahr erfolgreich in die Norway umgebaut. Sie wurde in die eigene Star Cruises Kreuzfahrtflotte integriert und nach 26 Jahren Dienst abgewrackt.

 

 Im Mai 2016 bestellte Star Cruises bei der Lloyd Werft Bremerhaven zwei mit 201.000 BRZ vermessene Schiffe der Global-Klasse mit Ablieferung 2019 und 2020. Sie sollen Platz für 5000 Menschen bieten und in ganz Asien zum Einsatz kommen [1] [2].

 Volkswerft Stralsund, das Schiff ist aus der Halle gerollt und befindet sich auf dem Schiffslift mit 21.735 Tonnen Tragkraft. Von hier wird es in das Wasser abgesenkt.

 

 

3. Übernahme von Nordic-Yards 2016 für 230 Millionen Euro

 

Anfang 2016 wurden die restlichen Anteile der Lloyd Werft Bremerhaven von Genting Hong Kong übernommen und im März 2016 wurde von der Genting Gruppe die Übernahme von Nordic-Yards mit den dazugehörigen Werften für einen Kaufpreis von 230 Millionen Euro bestätigt. Die Werften der Standorte Bremerhaven, Wismar, Warnemünde und Stralsund mit damals zusammen gut 1700 Beschäftigten sollten ursprünglich unter dem Namen Lloyd Werft Gruppe (Lloyd Werft Group) zusammengefasst werden. Insgesamt sollten in den folgenden zwei Jahren 85 Mio. Euro investiert werden, um die Werftengruppe für den Bau von Kreuzfahrtschiffen auszustatten. Es kam dann jedoch 2016 zur Neugründung der MV Werften Wismar GmbH der MV Werften Holdings Limited mit Sitz in Wismar (MVW Holdings), ein Zusammenschluss der Werften an 3 Standorten in Norddeutschland. Geschäftsführer wurde der Finne Jarmo Laakso, der vom 9. März 2016 bis 18. August 2016 auch im Vorstand der Lloyd Werft Bremerhaven AG wirkte.

 

 

 

 

Luftbild der Werft in Rostock Warnemünde (Sebastian Krauleidis; Fotograf - MV Werften9

 

 

4. Bildung der MV Werften

 

Nachdem Genting HK im März 2016 die Wismarer, Rostocker und Stralsunder Werften von Nordic Yards erworben hatte, war zunächst eine Schiffsproduktion unter dem Namen der Konzerntochter Lloyd Werft angekündigt. Anfang Juli 2016 verkündete Genting HK dann, die drei Werften in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Namen MV Werften (MV für Mecklenburg-Vorpommern) mit Hauptsitz in Wismar zu betreiben.

Tan Sri KT Lim, der Chairman von Genting HK, teilte im November 2016 mit, sein Unternehmen will rund 100 Millionen Euro in die drei Standorte investieren, um MV Werften zu einer der weltweit modernsten und effizientesten Kreuzschiffahrtswerften zu machen. Zum Geschäftsführer wurde Jarmo Laakso bestimmt. Die Unternehmensgruppe solle im Jahr 2017 die ersten beiden von vier Flusskreuzfahrtschiffen für Crystal River Cruises abliefern und in den Jahren 2019 bis 2021 drei 20.000-BRT-Polar-Expeditionsyachten der Endeavor-Klasse für "Crystal Yacht Cruises". Anfang 2020 arbeiten auf den Werften rund 3000 Beschäftigte.

 

 

Baustart de Rhein-Klasse in Bremen am 10. Mai 2016

Lloyd-Werft-Projektingenieur André Stegmann (v.l.) zusammen mit Jan Sorensen, Edie Rodriguez (Crystal Cruises) und Lloyd-Werft-Vorstand Rüdiger Pallentin beim BVT Steel Cutting in Bremen ( Foto: Eckardt)

 

5. Neubauten

 MV Werften begann mit dem Ausbau und Ablieferung von Flusskreuzfahrtschiffen der Rhein-Klasse, es folgen die Expeditions-Kreuzfahrtschiffe aus Stralsund und danach die Kreuzfahrtschiffe der Global-Klasse.aus Rostock und Wismar.

 Die „Crystal Bach“ war das erste der vier neuen Flusskreuzfahrtschiffen für die zur Genting-Gruppe gehörende Flusskreuzfahrtreederei Crystal River Cruises. Anfang November 2016 wurden zwei fertige Stahlsektionen von einem Dockschiff von dem Stahlbauunternehmen BVT abgeholt.

 

 5.1 Flusskreuzfahrtschiffen der Rhein-Klasse

Für vier Flusskreuzfahrtschiffe von Crystal River Cruises erfolgte in Bremen in dem zur Heinrich-Rönner-Gruppe gehörenden Stahlbauunternehmen BVT am 10. Mai 2016 der offizielle Baustart [4]. Die Rönner-Gruppe wurde von der Lloyd Werft mit den Stahlbauarbeiten für die vier Flussschiffe beauftragt. Die Präsidentin Edie Rodriguez der zur Genting-Gruppe gehörenden amerikanischen Crystal Cruises, drückte bei der BVT in Bremen in der ehemaligen Bremer Vulkan-Stahlbauhalle den Startknopf der Plasmabrennanlage für den Zuschnitt der ersten Stahlsektion des Flusskreuzfahrtschiffs. Insgesamt vier Rümpfe wurden von den Betrieben der Rönner-Gruppe in Bremen, Roßlau und Boizenburg für die Lloyd Werft hergestellt. Der Ausbau und Fertigstellung erfolgte anschließend in der Genting Werft in Wismar.

 

Übergabe derCrystal Mahler, das  2. Flußkreuzfahrtschiff der MV Werften, in der Mitte die Taufpatin Lauren Barfield  (Quelle MV Werften)

 

Schiff Baunummer Besatzung Kabinen Übergabe
„Crystal Bach“ BN 120 85 55 03.08.2017
„Crystal Mahler“ BN 123 85 55 20.09.2017
„Crystal Debussy“ BN 128 85 55 08.03.2018
„Crystal Ravel“ BN 129 85 55 12.04.2018

 

Crystal Bach am 6. August 2017 im Nord-Ostsee-Kanal (Quelle  wikipedia/ Hensti)

 

 

Im Sommer 2016 wurde mit Crystal River Cruises auch eine Marke für Flusskreuzfahrten in Europa eingeführt. Die insgesamt vier 135 Meter langen Schiffe für bis zu 110 Passagiere in 55 Kabinen wurden 2017 und 2018 Crystal River Cruises abgeliefert.

 

Stralsund, die „Crystal Endeavor“ rollt aus der Halle (Quelle MV Werften)

Kurzfilm Rollout

https://www.youtube.com/watch?v=nNC4BzRi29E

 

 

 

5.2 Endeavor-Klasse für Crystal Yacht Expeditions Cruises

 Am 15. Januar 2018 wurde in Stralsund mit dem Bau des 20.000 BRZ Kreuzfahrtschiffes Crystal Endeavor begonnen; die Megajacht mit Eisklasse soll komplett auf der Werft in Stralsund entstehen. Es ist das erste Schiff einer Reihe von drei Kreuzfahrtschiffen für die konzerneigene Reederei Crystal Yacht Expeditions Cruises. Die 164 Meter langen Expeditionsjachten für 200 Passagiere in 100 Kabinen, die sowohl in die Tropen als auch in die Polarregionen fahren können, sind so konzipiert, dass sie Eis bis zu einer Stärke von einem Meter brechen können. Nach Angaben der Werft sind sie die größten Megajachten der Welt mit Eisklasse. Die Crystal Endeavor sollte ursprünglich im Jahr 2019 abgeliefert werden. Nachdem die im Dezember 2019 ausgedockt wurde, ist das Frühjahr 2020 als neuer Auslieferungstermin geplant.

 

Das Rollout und anschließende Absenken der Crystal Endeavor ist auf der folgenden Seite in einem kleinen Film dargestellt:

https://www.mv-werften.com/de/news-und-presse/news/crystal-endeavor-ausgedockt.html

 

 

 

 Werft Stralsund, das 1. Schiff der Endeavour-Klasse wird abgesenkt (Quelle MV Werften)

 

 

Ablieferung Name Vermessung (BRT/BRZ) Auftraggeber/Eigner/Betreiber Beteiligte Werftstandorte Bemerkungen
2022 Global Klasse 208.000 BRZ Dream Cruises Warnemünde, Wismar Kreuzfahrtschiff, 9500 Passagiere
2022 Universal-Klasse 67.000 BRZ Crystal Cruises Stralsund Kreuzfahrtschiff, 1000 Passagiere
2021 Global Dream 208.000 BRZ Dream Cruises Warnemünde, Wismar Kreuzfahrtschiff, 9500 Passagiere
2021 Endeavour-Klasse 25.000 BRZ Crystal Cruises Stralsund Kreuzfahrtschiff, 200 Passagiere
2020 Crystal Endeavour 25.000 BRZ Crystal Cruises Stralsund Kreuzfahrtschiff, 200 Passagiere
NN Universal-Klasse 67.000 BRZ Crystal Cruises Stralsund Kreuzfahrtschiff, 2000 Passagiere
NN Universal-Klasse 67.000 BRZ Crystal Cruises Stralsund Kreuzfahrtschiff, 2000 Passagiere

Tabelle mit dem Auftragsbestand der MV Werften (Anfang 2020)

 

 

Wismars schwimmender Gigant: Das Mittschiff der „Global Dream“ ist in Wismar angekommen (Quelle MV Werften)

 

 Kurzfilm Kiellegung

 5.3 Global-Klasse für Dream Cruises

 Mit den Schiffen der Global-Klasse, die jeweils 9.500 Passagiere aufnehmen können, sind bei den MV-Werften, gemessen an der Passagierzahl, die derzeit (Ende 2019) größten Kreuzfahrtschiffe der Welt im Bau. Die Global-Klasse bricht den Rekord bei den Kreuzfahrtschiffen nicht mit ihren äußeren Abmessungen von 342 Meter Länge und 46 Meter Breite, sondern mit ihrer Kapazität von bis zu 9500 Passagieren und 2500 Besatzungsmitgliedern. Auf den heutigen auch in den Abmessungen größten Kreuzfahrtschiffen, der Oasis-Klasse der Reederei Royal Caribbean International, fahren inklusive Besatzung rund 9000 Menschen

 

Die Schiffe werden in den beiden Werften in Rostock und Wismar gebaut, das Mittelteil entstehrt in Rostock und wird nach Wismar überführt. Auf der folgenden Seite kann die 1. Überführung in einem kleinen Film verfolgt werden:

https://www.mv-werften.com/de/news-und-presse/news/wismars-schwimmender-gigant-das-mittschiff-der-global-dream-ist-angekommen.html

 

 

 

 

Neues Lager für die fertigen Kabinenmodule (Quelle MV Werften)

 

6. Kabinenfertigung - MV Werften Fertigmodule

 

MV Werften Fertigmodule GmbH, eine Tochter der MV Werften Gruppe, hat am 2. November 2016 offiziell ihre Fabrik zur Kabinenproduktion in Wismar übernommen, die auf einer Gesamtfläche von 22.000 Quadratmetern, davon 8.700 Quadratmeter Produktions- und mehr als 4.000 Quadratmeter Lagerfläche, fertigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen in die Kabinenfertigung betrug 13 Millionen Euro.

„Die Gründung einer eigenen Kabinenfabrik ist ein wichtiger strategischer und auch logischer Schritt. Große Kreuzfahrtschiffe können nur mit Fertigkabinen kosten- und zeiteffizient gebaut werden“, so Jarmo Laakso, Geschäftsführer der MV WERFTEN Gruppe.

Daten für die Schiffe der Global Klasse (Quelle MV Werften)

 

7. Literatur und Quellen

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/MV_Werftenhttps://web.archive.org/web/20160514202458/http://www.starcruises.com

 

[2] /media/1704833/20160510-new-ships-for-star-cruises-en.pdf

 

[3] https://www.mv-werften.com/de/startseite.html

 

[4] https://www.thb.info/rubriken/single-view/news/brennstart-fuer-vier-flusskreuzer-bei-bvt.html

 

 

 

Jarmo Laakso, 2016 im Vorstand der Lloyd Werft Bremerhaven, wurde mit der Gründung von MV WERFTEN  2016  Geschäftsführer an der Spitze des neuen Unternehmens, lenkte und begleitete dessen dynamischen Wachstumsprozess. 2018 verließ er die Geschäftsleitung aus Altersgründen.